AWO-Aktionswoche: „Demokratie fördern“ und die AWO UB RLE kennenlernen

24.06.2022

Kasachische Delegation will Verband nach Vorbild der AWO gründen

 

Kamen / Lünen / Kreis Unna. „Demokratie fördern“, das Motto der AWO-Aktionswoche, wurde in diesen Tagen auf besondere Weise mit Leben gefüllt: 16 Politiker und Vertreter von NGO’s statteten der Kita Brausepulver in Kamen-Methler einen Besuch ab, um zu erfahren, wie die AWO UB RLE tickt, warum sie eine tragende Säule unserer Zivilgesellschaft ist, und wie das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt funktioniert.

Geschäftsführer Rainer Goepfert und Vorstandsvorsitzender Wolfram Kuschke schlüpften in die Rolle der Referenten und Moderatoren. Dass die Technik für die Simultan- Übersetzung gleich zu Beginn aussetze, entpuppte sich als Fluch und Segen zugleich. Ohne Knopf im Ohr und mit der Unterstützung der beiden ausgezeichneten Dolmetscherinnen Aliya Abzhanova und Zauresh Shutowa (Friedrich-Ebert-Stiftung) gestalteten sich die Gespräche überraschend persönlich. Die Gäste zeigten sich begeistert über die Vorträge, bedankten sich mehrfach und nutzten eifrig die Gelegenheit, Fragen zu stellen, da es vergleichsbare Konzepte wie das der AWO in dem noch jungen Staat Kasachstan nicht gibt. Von den Beitragsstrukturen der Kitas über die Frage, warum die AWO denn nicht an Gewinn-Optimierung interessiert sei bis hin zu der Frage, ob es sich bei dem AWO-Engagement nicht um Lobbyarbeit handele, der nun einmal ein Beigeschmack anhafte zeigten sich die Gäste gut vorbereitet.

„Die AWO setzt sich vehement dafür ein, dass soziale Dienstleistungen nicht privatisiert werden dürfen“, stellte Wolfram Kuschke klar. Gefragt, wie sie es schafften ehrenamtliche Kräfte zu begeistern und zu binden, berichtete Wolfram Kuschke unter anderem vom ehrenamtlichen Engagement seiner Ehefrau Vera in Lünen. Als er erwähnte,dass es in der AWO UB RLE sogar einen Single-Treff gebe, war das Gelächter groß. Oft kam es zu spontanen Zwischenrufen, die von Begeisterung und Erstaunen zeugten: „Die AWO gibt es seit 120 Jahren, welch‘ eine Tradition“, staunte ein Teilnehmer. Und fügte hinzu: „Überlegt mal, unseren Staat gibt es gerade mal 30 Jahre. Das ist so beeindruckend.“ Fritz Rebbe, Bürgermeister a.D. der Stadt Fröndenberg zeigte sich begeistert von der Veranstaltung, die er in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und einiger Kooperationspartner organisiert hatte. Im Sinne von Städtepartnerschaften und weil die Gäste unter anderem so einen erfrischend unverstellten Blick auf die AWO hätten, sei es wünschenswert, den Kontakt weiter auszubauen, machten Goepfert und Kuschke deutlich, die aus der mehrstündigen Begegnung manchen Impuls mitnahmen.

Die Delegation besucht in diesen Tagen zahlreiche Institutionen in der Region, um von ihnen zu lernen und neue Ideen für die Gestaltung ihres Heimatlandes zu sammeln. Eine davon nahm am Ende der Veranstaltung sogar Gestalt an: Die Teilnehmenden luden Wolfram Kuschke und Rainer Goepfert dazu ein, eine AWO in Kasachstan zu gründen. Wenn der Vorschlag auch mit Humor aufgenommen wurde, so wollen die beiden dafür sorgen, dass die Kasachen in Kontakt zu AWO International kommen, um dort mehr darüber zu erfahren, wie sie daheim womöglich selbst einen Sozialverband gründen könnten.

Weitere Nachrichten

Meldung vom 30.01.2023
Im AWO Familienzentrum "Haus der kleinen Racker" wird Ehrenamt groß geschrieben. Dank des unermüdlichen Einsatzes der ehrenamtlichen Mitarbeitenden ist das umfangreiche Angebot des Familienzentrums überhaupt erst möglich. Und um diesem Einsatz zu danken, kamen die ehrenamtlichen Mitarbeitenden und die Einrichtungsleitung Ute Fleischmann bei einem gemütlichen Kaffeetrinken zusammen. Die Aufgaben der ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind vielfältig. So reicht das Angbeot von Kursleitungen und Sprechstunden bis hin zu Beratungstätigkeiten.weiterlesen
Meldung vom 23.01.2023
Groß war der Schock, als Anfang Januar bei einem Scheunenbrand die komplette Scheune von Bauer Möllmann samt Tieren abgebrannt ist. Auch die Kinder unserer Kita Villa Lach und Krach wollten der Familie unbedingt helfen und sammelten kräftig Spenden. Heute war es dann soweit. Für die Einrichtung übergaben die Leitung Martina Hacheney, sowie die Stellvertretrin Christina Rosenstengel die gesammelten Spenden. Gemeinsam mit Jörg Theiß vom Ortsverein Kamen-Heeren statteten sie der Familie einen kurzen Besuch ab. Die Freude über die Hilfsbereitschaft war riesig.weiterlesen
Meldung vom 20.01.2023
Bild: Rainer Goepfert, Landrat Mario Löhr, Ralf Plogmann, Heike Homann, Torsten Göpfert und Angelika Chur freuen sich, dass die gute Zusammenarbeit fortgesetzt wird.   Vereinbarung bis Ende 2025weiterlesen
Meldung vom 13.01.2023
Lünen. Sechs Wochen lang hatte die Kita Pusteblume unter dem Dach des Familienzentrums Wunderfitz ein neues "Zuhause" gefunden. Nach einem Wasserschaden in den eigenen Räumlichkeiten musste schnell eine Lösung her, um die Betreuung der Pusteblume-Kinder sicherzustellen. Was ein Glück, wenn die nächste AWO Kita nicht weit ist. So hat das Team "Wunderfitz" sofort Hilfe zugesagt. weiterlesen
Meldung vom 03.01.2023
Wir starten direkt mit einem neuen Beratungsangebot ins Jahr 2023. Nachdem im vergangenen Jahr die Auftaktveranstaltung "Ratschlag Energie" stattfand, gibt es ab heute jeden Dienstag von 16-18 Uhr ein entsprechendes Beratungsangebot. Gemeinsam mit der Stadt Kamen, der Verbraucherzentrale und dem Jobcenter Kreis Unna, findet die Beratung zu den wichtigsten Themen in der Energiekrise statt. Ab heute sind wir im Januar jeden Dienstag von 16-18 Uhr in den Räumen des Jobcenters Kamen (Rathausplatz 6) zu finden.weiterlesen