Fragen und Antworten zum Cyberangriff auf die AWO Ruhr-Lippe-Ems

An dieser Stelle veröffentlichen wir ab sofort alle aktuellen Informationen zum Cyberangriff auf unser Unternehmen.

Was ist passiert?

Was ist bei der AWO passiert?

Der AWO Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Unbekannte Täter sind in Teile unserer IT eingedrungen und haben dabei Dateien von einem unserer Server kopiert. Wir haben den Angriff am 01. November bemerkt und sofort gehandelt.

Was haben wir als Erstes unternommen?

Wir haben die betroffenen Systeme umgehend abgeschaltet und gesichert. Zudem haben wir direkt eine Spezialfirma für IT-Sicherheit und Krisenmanagement (d.works Unternehmenssicherheit) damit beauftragt, uns in allen relevanten Prozessen rund um den Angriff zu unterstützen. Wir haben Anzeige bei der Polizei erstattet und den Vorfall der Datenschutzaufsicht in Nordrhein-Westfalen gemeldet.

Läuft der Betrieb in unseren Einrichtungen und Diensten weiter?

Ja. Unsere Einrichtungen sind geöffnet und unsere Beratungsangebote finden weiter statt. Einzelne Abläufe, zum Beispiel E-Mail oder Terminvergabe, können vorübergehend eingeschränkt sein.

Wer steckt hinter dem Angriff?

Hinter solchen Angriffen stehen in der Regel organisierte Kriminelle. Die Polizei ermittelt. Aus Rücksicht auf die Ermittlungen nennen wir hier keine weiteren Einzelheiten.

Warum informieren wir erst jetzt?

Uns war wichtig, Sie nicht mit Vermutungen zu verunsichern, sondern mit geprüften Informationen. Die Auswertung läuft weiter. Auf dieser Seite halten wir Sie auf dem Laufenden.

Sind meine Daten betroffen?

Welche Daten haben die Täter kopiert?

Nach unserem derzeitigen Stand betrifft der größte Teil der kopierten Dateien interne Verwaltungsunterlagen. Darunter können sich auch Unterlagen mit Angaben zu Menschen befinden, die unsere Angebote nutzen.

Heißt das, dass meine Daten betroffen sind?

Nein, nicht zwangsläufig. Betroffen ist ein Dateiserver, nicht jede Akte und nicht jedes unserer Systeme. Einige Fachanwendungen laufen auf getrennten Systemen. Ob und in welchem Umfang Angaben zu Ihrer Person enthalten sind, prüfen wir gerade sorgfältig.

Um welche Angaben kann es gehen?

Häufig geht es um sogenannte Stammdaten: Name, Anschrift, Kontaktdaten und Geburtsdatum. In einzelnen Fällen können auch Unterlagen aus Betreuung, Beratung oder Abrechnung betroffen sein. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, informieren wir Sie persönlich.

Wurden Daten im Internet veröffentlicht?

Nach unserem Kenntnisstand wurden bisher keine Daten veröffentlicht (Stand: 04.11.2026). Gemeinsam mit Fachleuten beobachten wir die einschlägigen Seiten im Internet laufend.

Werde ich persönlich informiert?

Ja. Wenn wir feststellen, dass Ihre Daten betroffen sind und daraus ein Risiko für Sie entstehen kann, schreiben wir Sie persönlich an. Darin steht, um welche Art von Angaben es geht und was Sie tun können.

Woran erkenne ich, dass eine Nachricht wirklich von der AWO kommt?

Wir fragen Sie niemals per Telefon, E-Mail oder SMS nach Passwörtern, PINs, TANs oder Kontodaten. Wir fordern Sie auch nicht auf, Geld zu zahlen oder einen Link anzuklicken. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie uns über die extra eingerichtete Hotline 02307 91221-995 an oder schreiben Sie uns eine Mail an sicherheit-awo-rle@d.works.

Ich arbeite bei der AWO. Wo bekomme ich Informationen?

Unsere Beschäftigten informieren wir über die internen Kanäle und über ihre Vorgesetzten.

Was Sie selbst tun können

Muss ich jetzt etwas unternehmen?

Sie müssen nichts sofort tun. Mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen sind Sie jedoch gut geschützt:

  • Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen, E-Mails, SMS oder Briefen, die sich auf die AWO berufen.
  • Öffnen Sie keine Links oder Anhänge aus solchen Nachrichten.
  • Geben Sie niemals Passwörter, PINs, TANs oder Kontodaten heraus, auch nicht am Telefon.
  • Prüfen Sie in den nächsten Monaten Ihre Kontoauszüge und Rechnungen auf Unbekanntes.
  • Rufen Sie im Zweifel über eine Ihnen bekannte Nummer bei uns zurück.

Muss ich Passwörter ändern?

Wenn Sie ein Online-Angebot der AWO nutzen (z. B. Kita-App) und dasselbe Passwort auch woanders verwenden, ändern Sie es bitte dort. Ansonsten ist das nicht nötig.

Muss ich selbst Anzeige erstatten?

Nein. Die AWO hat Anzeige erstattet. Nur wenn Ihnen selbst ein Schaden entsteht, zum Beispiel durch eine betrügerische Abbuchung, sollten Sie zusätzlich eine eigene Anzeige erstatten.

Was die AWO unternimmt

Was tun wir, um die Folgen zu begrenzen?

Wir arbeiten mit spezialisierten Fachleuten, der Polizei und der Datenschutzaufsicht eng zusammen:

  • Wir haben die betroffenen Systeme abgeschaltet, abgesichert und stellen sie schrittweise wieder her.
  • Zugangsdaten, Passwörter und Sicherheitscodes haben wir vorsorglich erneuert.
  • Wir werten sorgfältig aus, welche Dateien betroffen sind und wer darin vorkommt.
  • Wir beobachten laufend, ob Daten im Internet auftauchen.
  • Menschen, deren Daten betroffen sind, informieren wir persönlich.
  • Für Ihre Fragen haben wir eine Hotline eingerichtet.

Ihre Rechte und Kontakt

Welche Rechte habe ich?

Selbstverständlich unterstützen wir Sie jederzeit gerne dabei, Ihre gesetzlichen Auskunftsrechte wahrzunehmen (Art. 12 ff. DSGVO). Zusätzlich steht Ihnen das Beschwerderecht bei der zuständigen Datenschutzaufsicht (www.ldi.nrw.de) zur Verfügung.

Wie erreiche ich die AWO?

Wo erfahre ich Neuigkeiten?

Diese Seite aktualisieren wir laufend. Letzte Aktualisierung: 04.11.2026, 12.15 Uhr.