Interkulturelle Woche 2026:

AWO setzt Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und eine starke Integrationsarbeit

Die Interkulturellen Wochen liegen der AWO seit vielen Jahren besonders am Herzen. Sie bieten Raum für Begegnungen, Austausch und gegenseitiges Verständnis und machen deutlich, dass Vielfalt eine Bereicherung für unsere Gesellschaft ist. Unter dem bundesweiten Motto „dafür!“ setzt die Interkulturelle Woche 2026 bewusst ein positives Zeichen für Vielfalt, Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie lädt dazu ein, Haltung zu zeigen und sich aktiv für ein gutes Miteinander einzusetzen.

Auch die AWO Ruhr-Lippe-Ems beteiligte sich mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen an den diesjährigen Interkulturellen Wochen. Den Auftakt bildete eine Puppentheater-Aufführung in Lünen-Brambauer, bei der Familien aus unterschiedlichen Kulturen gemeinsam einen fröhlichen Nachmittag erlebten. Kinder und Eltern aus Kitas, Schulen und der Nachbarschaft kamen zusammen und zeigten, wie Begegnung über kulturelle Grenzen hinweg gelingen kann.

In Bergkamen stand ein internationales Frühstück im Mittelpunkt. Teilnehmende aus verschiedenen Herkunftsländern brachten traditionelle Speisen mit und nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden nicht nur kulinarische Besonderheiten geteilt, sondern auch Erfahrungen, Geschichten und Perspektiven ausgetauscht. Gleichzeitig informierten die Mitarbeitenden der Migrationsberatung über ihre Unterstützungsangebote für Zugewanderte.

Ein weiterer Höhepunkt war die Veranstaltung „Bergkamen is(s)t vielfältig“, bei der die AWO-Integrationsagentur gemeinsam mit den Teilnehmenden des Projekts „IntegrationAktiv“ vertreten war. Internationale Spezialitäten, Musik und kreatives Handwerk machten die kulturelle Vielfalt der Stadt sichtbar und zeigten eindrucksvoll, wie Integration und gesellschaftliche Teilhabe im Alltag gelebt werden können.

Auch in Hamm stand die Bedeutung von Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt im Fokus. Im Rahmen der Interkulturellen Woche und des Tags des Flüchtlings berichteten Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte von ihren Erfahrungen und ihrem Weg in Deutschland. Ihre Geschichten machten deutlich, welch entscheidende Rolle eine professionelle Migrationsberatung dabei spielt, Orientierung zu geben, Sprachbarrieren zu überwinden und den Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen.

Neben den vielen positiven Beispielen erfolgreicher Integration wurde jedoch auch die schwierige politische Lage thematisiert. Beratungsstellen und Wohlfahrtsverbände sehen sich weiterhin mit einer unsicheren Finanzierung und drohenden Kürzungen konfrontiert. Beim gemeinsamen Aktionstag der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) und der Jugendmigrationsdienste (JMD) im Kreis Unna machten Fachkräfte, Trägervertretungen und politische Gäste auf die enorme Bedeutung ihrer Arbeit aufmerksam. Gleichzeitig warnten sie vor den Folgen einer unzureichenden Finanzierung für die Integrationsarbeit vor Ort

Gerade vor diesem Hintergrund sind die Interkulturellen Wochen wichtiger denn je. Sie zeigen, dass Integration gelingt, wenn Menschen die Möglichkeit erhalten, einander kennenzulernen, Vorurteile abzubauen und gemeinsam Verantwortung für ein respektvolles Zusammenleben zu übernehmen. Die AWO wird sich deshalb auch weiterhin mit Nachdruck für Vielfalt, Chancengleichheit und eine verlässliche Unterstützung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte einsetzen.

Denn für die AWO ist klar: Wir sind dafür. Für Vielfalt. Für Demokratie. Für Zusammenhalt. Und für eine Integrationsarbeit, die den Menschen die Unterstützung bietet, die sie für ein gutes Ankommen und ein selbstbestimmtes Leben benötigen.