Tarifeinigung zwischen der AWO NRW und Ver.di

Dortmund/Düsseldorf. In zweitägigen Verhandlungen haben sich AWO NRW und Verdi auf eine Tariferhöhung geeinigt, die im Wesentlichen den letzten Abschlüssen im TVÖD entspricht. Die Entgelterhöhung beträgt insgesamt 5,8 %, die in zwei Stufen realisiert wird. Zum 01.05.2026 erhalten die Beschäftigten 3 %, mindestens aber 110 € mehr Gehalt. Ab dem 01.03.2027 kommen weitere 2,8 % hinzu. Zusätzlich erhalten alle Beschäftigten eine Einmalzahlung von 300 € pro Vollzeitkraft. Die Laufzeit der Vereinbarung endet am 31.10.2027. Neben diesen wesentlichen Eckpunkten gibt es weitere Verbesserungen in vielen Details und insbesondere für Auszubildende. Deren Vergütung wird am 01.05.2026 um einen Festbetrag von 75 € und am 01.03.2027 um einen Festbetrag von erneut 75 € erhöht. Zusätzlich erhalten sie eine Einmalzahlung in Höhe von 150 € pro Vollzeitkraft.

„Dieses Ergebnis,“ so AWO NRW Geschäftsführer Uwe Hildebrandt, „ist für uns gerade noch vertretbar. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass öffentliche Zuschussgeber und Kostenträger die Personalkostensteigerung vollumfänglich kompensieren. Die Steigerung der Löhne und Gehälter kommt den berechtigten Interessen der Beschäftigten nach und drückt unsere Wertschätzung für deren Engagement und Leistungsbereitschaft in nicht immer einfachen Zeiten aus. Gewünscht hätten wir uns eine schnellere Einigung und vor allem eine längere Laufzeit, denn nun beginnen schon in eineinhalb Jahren die nächsten Verhandlungen mit möglichen neuen Belastungen für z.B. die Familien in unseren Kitas. Mit den Erhöhungen für die Auszubildenden“, so Uwe Hildebrandt weiter, „stärken wir die Gewinnung junger Fachkräfte, die in allen Feldern der Sozialarbeit dringend benötigt werden.“